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Ein rechtsradikaler Hetzer und viele brennende Autos

Titelbild Beispielbild Pixabay

Brandanschläge auf Tesla-Fahrzeuge, -Fabriken und -Infrastruktur haben in den letzten Jahren weltweit zugenommen. Die Gründe dafür sind vielschichtig und hängen mit ökologischen, politischen, wirtschaftlichen und ideologischen Motiven zusammen.

Ein zentraler Grund für Brandanschläge auf Tesla ist der Widerstand gegen das, was Kritiker als „grünen Kapitalismus“ bezeichnen.

Tesla wird oft als Symbol für eine vermeintlich nachhaltige Wirtschaft gesehen, die jedoch aus Sicht von Umweltaktivisten und radikalen Gruppen ihre Versprechen nicht einhält. Beispielsweise werfen sie Tesla vor, durch den Abbau von Lithium und anderen seltenen Erden für Batterien Umweltschäden in Ländern wie Chile oder Bolivien zu verursachen. In Deutschland, insbesondere rund um die Gigafactory in Grünheide, wird der hohe Wasserverbrauch und die Abholzung von Wäldern für den Fabrikbau kritisiert. Gruppen wie die linksextreme „Vulkangruppe“ haben sich zu Anschlägen bekannt, bei denen sie Tesla beschuldigen, mit der Produktion von Elektroautos die Umweltzerstörung unter einem grünen Deckmantel fortzusetzen. Ein Beispiel ist der Brandanschlag auf einen Strommast im März 2024, der die Produktion in Grünheide tagelang lahmlegte, mit der Begründung, Tesla sei „weder grün noch nachhaltig“. Die Forderung der Aktivisten gegen den transphoben und menschenverachtendeb politischen Schaumschläger geht so weit, dass er die Feuerwehreinsätze zahlen soll, die wegen seiner Hetze für die AfD entstehen. Musk hat weder die Fahrzeuge erfunden, noch die Raketen, die den braunen Phantasten zum Mars bringen sollen. So kann man die Wut auf den geborenen Südafrikaner schon verstehen.

Reich reicht nicht – die Gewalt gegen Tesla ist natürlich zu verurteilen, jedoch schmückt sich Musk mit den Federn Nazi-Deutschlands.

Elon Musk, der CEO von Tesla, spielt eine entscheidende Rolle bei der Polarisierung rund um das Unternehmen. Seit seiner zunehmenden politischen Einflussnahme, insbesondere durch seine Nähe zu Donald Trump und seine Rolle als Berater in dessen Regierung ab 2025, ist die Kritik an ihm explodiert. Musks Engagement in der „Abteilung für Regierungseffizienz“ (DOGE) in den USA, wo er massive Einsparungen und Bürokratieabbau vorantreibt, hat viele Gegner mobilisiert. In den USA wurden Tesla-Fahrzeuge und Ladestationen mit Hakenkreuzen beschmiert oder angezündet, oft begleitet von Parolen wie „No Musk“. Seine Unterstützung für umstrittene politische Positionen, etwa seine Tweets zu Einwanderung oder Klimapolitik, macht ihn zur Hassfigur für große Teile der Bevölkerung und Aktivisten, die ihre Wut durch Angriffe auf Tesla kompensieren.

Viele der Täter, insbesondere aus dem linksextremen Spektrum, sehen in Tesla ein Symbol des ungehemmten Kapitalismus und der Technologiegläubigkeit.

Die „Vulkangruppe“ und ähnliche Gruppen in Deutschland haben in Bekennerschreiben erklärt, dass sie Tesla als Teil eines Systems betrachten, das Ausbeutung und Ungleichheit fördert. Sie kritisieren etwa die Arbeitsbedingungen in Tesla-Fabriken oder die militärische Nutzung von Technologien wie Starlink, die auch von Tesla stammen könnten. In diesem Sinne werden Brandanschläge als direkte Aktionen gegen den Kapitalismus verstanden, wobei Tesla als prominentes Ziel im Fokus steht.

In Deutschland konzentrieren sich viele Anschläge auf die Gigafactory in Grünheide, da diese auf starken Widerstand in der Bevölkerung stößt. Neben den bereits erwähnten Umweltbedenken gibt es auch konkrete lokale Konflikte, etwa mit der Deutschen Bahn oder Baufirmen wie Strabag, die mit Tesla zusammenarbeiten. Im Februar 2025 wurden Baukräne und Signalkabel der Bahn angezündet, um den Ausbau der Fabrik zu sabotieren. Die Täter rechtfertigten dies damit, dass sie den Bau eines Güterbahnhofs verhindern wollten, für den weitere Wälder gerodet werden sollten. Solche Aktionen zielen darauf ab, Tesla wirtschaftlich zu schaden und den Druck auf das Unternehmen zu erhöhen, seine Pläne zu überdenken. Gut wäre es, wenn Musk die Fabrik schließen würde, um einer möglichen Enteignung zuvor zu kommen. Ein Weg dahin, ist eine Petition.

In den Vereinigten Staaten haben die Angriffe seit 2025 ebenfalls zugenommen, oft im Kontext von Musks politischer Rolle. Berichte sprechen von Schüssen auf Tesla-Autohäuser, Molotowcocktails auf Fahrzeuge und Bränden an Supercharger-Stationen. Die „Washington Post“ dokumentierte über ein Dutzend solcher Vorfälle, die mit der Abneigung gegen Musk als Trump-Berater in Verbindung gebracht werden. Manche Tesla-Besitzer reagieren darauf, indem sie ihre Autos umdekorieren, um nicht als Unterstützer Musks wahrgenommen zu werden. Die Gewalt scheint hier weniger umweltbezogen, sondern stärker politisch.

Brandanschläge auf Tesla erzeugen durch die Bekanntheit der Marke und Musks Prominenz eine enorme mediale Resonanz. Dies macht sie für Täter attraktiv, die ihre Botschaften verbreiten wollen. In Berlin brannten im März 2025 innerhalb einer halben Stunde vier Tesla-Fahrzeuge an verschiedenen Orten, was auf eine koordinierte Aktion hindeutet. Solche spektakulären Vorfälle sollen Aufmerksamkeit erregen und die Öffentlichkeit auf die jeweilige Sache der Täter – sei es Umweltschutz oder Antikapitalismus – aufmerksam machen.

Die Brandanschläge auf Tesla weltweit sind das Ergebnis eines Zusammenspiels aus Umweltkritik, politischer Polarisierung rund um Elon Musk, ideologischem Widerstand gegen Kapitalismus und lokalen Konflikten. Während in Europa die ökologischen und antikapitalistischen Motive dominieren, stehen in den USA eher politische Spannungen im Vordergrund. Tesla ist dabei nicht nur ein Unternehmen, sondern ein Symbol, das unterschiedliche Gruppen für ihre jeweiligen Kämpfe nutzen.

Die Anschläge zeigen, wie tief die gesellschaftlichen Gräben durch die Eskapaden von Musk geworden sind und wie bereit einige Akteure sind, ihre Ziele mit Gewalt durchzusetzen. Ob diese Aktionen jedoch langfristig etwas bewirken oder lediglich Symptome einer größeren Unzufriedenheit sind, bleibt offen.

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