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Avast ist der neue Name für Gier und Spitzeleien

Cyberspitzel bei AVAST, pixabaylizenz, 2020

Ungeheurer Datenschutzskandal

Als man diese Nachricht zuerst in der PCMac las, wollte man nicht glauben, was man da las.

Der Virenschutzprogrammbetreiber AVAST mit Sitz in Düsseldorf und bisher großer Kundschaft, hat über Jahre Stasi gleich die Kundschaft ausgespäht und dann die sensiblen Daten noch verkauft.

Sephora, Condé Nast, Google, Yelp, Microsoft, Pepsi, McKinsey stehen im Vordergrund, es sollen unzählige weitere legale und illegale Datensammler bedient worden sein. So eine gemeinsame Recherche von Vice und PCMac.

Wer Produkte von Avast oder AVG Antivirus auf einem Windows-PC installiert, wird auf dem Produkt durch ein Popup informiert, ob er die Daten weitergeben möchte. Angeblich würden die Daten dann anonymisiert. Ob das so ist, sollte bezweifelt werden.

Bislang hat AVAST nicht alle Verträge offengelegt, die dadurch bedient wurden. Geschickterweise wurde das Marketing-Unternehmen Omnicom vor die möglichen Abnehmer ab Herbst 2018 geschaltet. Wie lange davor die Spitzeleien schon gingen, kann niemand sagen. AVAST hält sich bedeckt.




Dafür sollen Millionen geflossen sein. Besonders fies für die Nutzer, das Browser-Plug- in gab es kostenlos. Im Monat sollen so 435 Millionen Datensätze, darunter auch das Verhalten bei Pornos und anderes Kaufverhalten abgeschöpft worden sein.

Nun wird der Skandal von AVAST und dem Abnehmer Omnicom der Daten verniedlicht.

Nicht klar ist, ob die Daten aus dem “All Click Feed” auch an Kraken wie z.B. Cambridge Analytica oder ähnliche Auswerter gingen, um gezielt das Klickverhalten analysieren zu können, um z.B. eine Beeinflussung der Wahlen in der Bundesrepublik zu ermöglichen

.

Weder die Zentrale der AVAST in der Tschechei, noch die Düsseldorfer Vertretung waren heute für eine Stellungnahme zu erreichen.




Zudem, so führte AVAST aus, seien die Daten anonymisiert worden. Das ist wie der Artikel von PCMac ausführt, schlicht unmöglich. Die gesammelten Webprotokolle seien vor der Weitergabe der persönlichen Daten der Benutzer gelöscht wurden.

Weshalb sollten die Daten dann für teures Geld verkauft werden, wenn sie sich nicht mehr zuordnen lassen würden?

Kurzzusammenfassung

Bei der Antivirensoftware AVAST tut sich ein gigantischer Datenskandal auf.

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1 comment

Christian 29. Januar 2020 at 19:51

Wem kann man noch trauen im Web, welcher Software und auf solche ist man angewiesen. Jeder versucht, Daten und Information über den Webgebrauch abzuschöpfen. Wer weiss alles, wo ich mich befinde, wenn ich mit meinem Smartphone unterwegs bin? Wer alles weiss, dass dann niemand in meiner Wohnung ist? Das Internet entwickelt sich zu einem unbeherrschbaren Molloch für Ausspähung und Kriminalität. Man sollte es nur mit Einschränkungen benutzen. Das heisst, keine sensiblen Daten oder Dokumente übertragen oder in mit dem Internet verbundenen Speichern bewahren. Seine Daten und Bestände in der Cloud bewahren, ist eine neue Horrorentwicklung. Leider wird einem die Cloud durch Microsoft, Goggle etc. unbemerkt untergeschoben. Man kann nicht kritisch genug sein.

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