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Geisterschiffe und Kim Jong-un’s gruselige Neujahrsgeschichte

Bild von Wracks, Beispielbild, Free-Photos auf Pixabay

Lauschiges Treffen der Cheeseburgerliebhaber

Glaubte man nach den Treffen der beiden Kontrahenten im letzten Jahr noch daran, dass bald ein McDonald in Pjöngjang eröffnet würde, so sind die Freunde Kim und Trump nun einstmals beste Freunde.

Kim wirkt auf die Welt, wie einer der Protagonisten aus dem 60er Jahre Film “Dr. Strangelove” oder “Dr. Seltsam, wie ich lernte, die Bombe zu lieben.”




Kim’s siebenstündige Rede bei der Versammlung der Funktionäre (Fünften Versammlung des Zentralkomitees der Koreanischen Arbeiterpartei) in Pjöngjang über den Kampf, der dem nordkoreanischen Volk bevorsteht, war nicht nur schrecklich ermüdend, sondern Kim liess sich als der größte Held des Sozialismus feiern, wie die KCNA und Chosun Central News Agency gerade meldeten. Kim wirkte bei der Rede wie der Diener einer Endzeit-Sekte, der über das gestellte Ultimatum an die USA bis zum Jahresende berichtete. Ganz beiläufig drohte Kim den nichtsozialistischen Ländern mit Kampf. Die Neujahrsansprache ist gewöhnlich der Höhepunkt des politischen Lebens in der nordkoreanischen Diktatur.
Derweil gibt es auch etwas für die Lakaien des Systems Kim. Die verstörende Neujahrsfeier in der Hauptstadt Pjöngjang. Viel Gesang und schrecklicher Kitsch.




Während Kim Jong-un wieder mit seinem liebsten Intimfeind Donald Trump den Atomstreit belebt, spielt sich an der japanischen Küste, im großen Ostmeer Nordkoreas, ein latentes Drama ab.
Kim Jong-un liest seinem hungernden Volk die Neujahrsgeschichte vor. Ein Märchen vom elenden Sozialismus der Juche-Partei. Dabei vergisst der nordkoreanische Diktator zu erwähnen, dass erneut ein Fischerboot mit sieben Toten, teilweise skelettiert, an die Ostküste Japans angespült wurde.

Wahrscheinlich Oktopusfischer, die unterwegs schlicht verhungerten oder verdursteten.

Doch in Japan ist man schockiert, zumal das Boot eines von vielen ist, das in den letzten Jahren, seit 2017, an den Gestaden Japans angespült wurde. Meistens sind die Boote leer, die die Behörden vorfinden. Es kommt häufiger zu Auseinandersetzungen mit Bootenn in der Umgebung der ertragreichen Fischgründe. Die Boote werden mit Regelmäßigkeit auf der Sado Insel in der Prefektur Niigata angeschwemmt. Diesmal fehlten Körper, dafür waren Köpfe da. Das Boot wurde anhand von Schriftzügen in Chosŏn’gŭl (nordkoreanische Variante) identifiziert.

Die Angst im Königreich Japan sitzt tiefer, wie auch die Asahi Shimbun in einem Artikel feststellte. Aber nicht nur, weil die Kim-Sippe erneut mit Atomwaffen und Raketentests droht, sondern weil man, ob der vielen Boote, die an den Stränden anlanden, nicht weiß, ob sich die Entführungswelle aus den 1970er und 1980er Jahren nicht wiederholt. Damals verschwanden zahlreiche Japaner, die im Auftrag der Regierung in Pjöngjang gekidnappt wurden.

Warum dies geschah, darüber lässt sich bis heute nur spekulieren. Einer der berühmtesten Fälle ist der der 1977 spurlos verschwundenen Megumi Yokota, deren Schicksal bis heute ungeklärt ist. Auch damals, so mutmaßten japanische Behörden, kamen die staatlichen Entführer Pjöngjangs als Fischer und landeten in Booten an.

Kurzzusammenfassung

% % Während Kim die Funktionäre mit seinem sozialistischen Unsinn in Pjöngjang langweilte, wurden auf den Sado Inseln Japans wieder Geisterbotte angeschwemmt. Was steckt dahinter.

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