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Die „Berliner Zeitung“: Der “stille Beobachter“ der alten Stasi -Seilschaften (1/3)

Erich Honecker gratuliert Erich Mielke (rechts) zum 30-jährigen Jubiläum des Ministeriums für Staatssicherheit, Februar 1980 Bundesarchiv, Bild Y 10-0097-91 / CC-BY-SA 3.0

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Die Stasi und die aufgeklärte Geschichte ihrer ehemaligen Agenten, wirft ein Licht auf den Skandal-Verleger Holger Friedrich.

Man will es nicht glauben, wenn man die Äusserungen des Verlegers liest.

Ist es nicht schön wenn eine taumelnde Zeitung neue Eigentümer findet?

In Zeiten schwindender Auflagen, wegbrechender Werbeeinahmen und damit schwierigen unternehmerischen Voraussetzungen ist dieser Mut von Investoren zu begrüßen. So haben auch die in gewissen Kreisen sehr gut bekannten Unternehmer Silke und Holger Friedrich den Sprung ins mediale Ungewisse gewagt. Echte deutsche Unternehmer, mit einer Botschaft im Herzen, die es zu vermitteln gilt.

Gerade in Zeiten, wo die SED-Rechtsnachfolgepartei DIE LINKE wieder salonfähig wird, einen Ministerpräsidenten Ramelow stellt und die Bundeshauptstadt so schön zurück auf alte Größe hievt.
So war dann auch das erste Grußwort der neuen Herausgeber lesenswert. Teilweise noch etwas verklausuliert, über große Passagen unleserlich, aber immerhin ambitioniert. So etwas liest man nicht alle Tage. Noch nicht mal in der ansonsten linksgeneigten Mainstreampresse, die Gefahren eher rechts der Mitte sieht. Also ab der FDP beginnend, deren Liberalität seit jeher verdächtig war.
So äußerte sich also der neue Herausgeber und Eigentümer Holger Friedrich umfänglich zur Wende. Nach 30 Jahren Mauerfall taten das viele. Nur nicht so. Daher ist dieser Versuch durchaus löblich, denn er zeigt etwas, was viele so auch zunehmend wahrnehmen. Der real gelebte Sozialismus kriecht aus den Ruinen zurück, die er der Zukunft abgewandt hinterließ.

So liest man zu Egon Krenz, dem letzten Heilsbringer der SED und dem Mann, der die politische Kontrolle über Erich Mielke, dem Minister für Staatssicherheit, ausübte, folgendes Bekenntnis:
„Egon Krenz hat mit dieser persönlichen Entscheidung (aufzuhören, Anm. der Redaktion) Millionen Menschen selbstbestimmte, positive Lebenswege ermöglicht, die uns unter anderem diesen Text in dieser Zeitung veröffentlichen lassen. Dafür sind wir ihm dankbar und möchten fragen, ob es in gleichem Masse gross war, ihn neben anderen zu viereinhalb Jahren Haft zu verurteilen.“
Neben dem inhaltlichen Fehler, dass Krenz zu sechseinhalb Jahren verurteilt wurde, und zwar nach DDR-Gesetzen, zeigt dieses Zitat ein erstaunliches Maß an Chuzpe (Def.: HIER). Schließlich war es Krenz, der den Schießbefehl an der Grenze, die Unterdrückung von Millionen und den Stasi-Apparat politisch orchestrierte. Und in Zeiten linker medialer Dickhäutigkeit mal ein Beispiel, wie schief das wirklich auf jeden normal denkenden Bürger klingt.

Weiter im 2. Teil

Kurzzusammenfassung

Die Stasi und die aufgeklärte Geschichte ihrer ehemaligen Agenten, wirft ein Licht auf den Skandal-Verleger Holger Friedrich.

Man will es nicht glauben, wenn man die Äusserungen des Verlegers liest. 

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