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Die „Berliner Zeitung“: Der “stille Beobachter“ der alten Stasi – Seilschaften (3/3)

Bundesarchiv, Bild 183-1985-0208-035 / CC-BY-SA 3.0 [CC BY-SA 3.0 de (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)]

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Genau so, i.e.S. von EXAKT SO, muss man sich dieses „journalistische“ Machwerk des Herrn IM Peter Bernstein, vorstellen. Es exakt so medial und pressetechnisch bewerten.

Wo ein Claas Relotius (ausführlich HIER) dem ehemaligen „Sturmgeschütz der Demokratie“, die Kanone raubte und die Ketten sprengte, schaffte Herr Friedrich das Meisterstück DDR-Propaganda völlig ungefiltert zu verbreiten. Eben weil er Herausgeber und Eigentümer war.

Dass in diesem Zusammenhang auch anonyme Tipps verwertet wurden, zeigt eine weitere moralische Komponente des Herrn Friedrich auf. Die Neue Züricher Zeitung schreibt in ihrer Ausgabe vom 19.11.19: „(…) Kurz darauf kam heraus, dass er der Chefredaktion den «Tipp» gegeben hatte, über den Börsengang eines Unternehmens zu berichten, ohne zu sagen, dass er selbst daran beteiligt ist.(…).“
Hier könnte die Börsenaufsicht und Staatsanwaltschaft ansetzen. Wenn man in Berlin denn will.
Es wird immer offensichtlicher, dass es ein Fehler war, nach der Wende alte SED-Seilschaften, Stasi-Spitzel und andere Opportunisten des DDR-Unrechtssystems nicht nach unseren Gesetzen zu verfolgen und abzuurteilen. Sondern ihnen nach den von ihnen selbst zurecht gebogenen DDR-Gesetzten die Prozesse zu machen. Man stelle sich vor, man würde KZ-Prozesse gegen KZ-Lagerkommandanten nach den NS-Rassegesetzen verhandeln wollen. Eine Lachnummer wäre das gewesen.

So aber konnten diese DDR-Heroen menschlicher Abartigkeit untertauchen, weitermachen, sich reinwaschen, sogar Geschäfte machen, SED-Vermögen verschwinden lassen und nach 30 Jahren wieder unter den Steinen hervorkriechen, unter denen sie all die Zeit weiterschmarotzen. Sie gründeten Stiftungen, wie diese Amadeu-Antonio-Stiftung, die auch von einer mutmaßlichen Ex-IM-Spitzeldame geführt wird, die massiv verklärend und verfälschend auf das einwirken, was wir Freiheit, Recht und Frieden nennen. Eine Stiftung, der Heiko Maas die Überwachung des Netzdurchdringungsgesetzes (NDG) „anvertrauen“ wollte. (sic!)

So scheint es wohl tatsächlich einen inneren Zusammenhang zwischen RRG-Gesamtpolitik in Berlin, sowie 30 Jahre nicht getätigte Aufarbeitung des DDR-Unrechtsregimes und des SED-Terrors zu geben. Gern dann auch gepaart mit der „journalistischen“ Möglichkeit Börsengänge wirtschaftlich lukrativer zu gestalten, um der andauernden Konterrevolution weitergehende Mittel zufügen zu können. So würde das Herr Friedrich sicher beschreiben wollen. In seiner neuen Zeitung. Dem RRG-Hauptstadtblatt, das eine erneute 180-Gradwende hingelegt hat. Da wird der ein oder andere langjährige Mitarbeiter sicher schon ein Schleudertrauma haben.
„Vorwärts immer, rückwärts nimmer“, war so ein bekanntes Zitat des Volkswohltäters Honecker, dessen Urne, samt der seiner lieben Frau Margot, nun ohnehin einen Bestattungsplatz sucht. Bisher tut man sich schwer die Urnen des Herrn Staatsratsvorsitzenden der DDR und Gemahlin – liebevoll im DDR-Volk als die „Lila Hexe“ bekannt, zu finden.
Das Foyer der Berliner Zeitung wäre hier doch stilvoll angebracht. Ideologisch richtig positioniert, historisch korrekt und als ständige Inspiration eines NEUEN DEUTSCHLANDS journalistisch wertvoll und bereichernd.

„Den kapitalistischen Journalismus überholen, ohne aufzuholen“ könnte nun die neue Devise der „Neuen Berliner Zeitung“ werden. Ein vom Autor etwas abgewandeltes Zitat, dem Urnengeist von Erich entnommen.
Tatsache ist, mit dem Paar Silke und Holger Friedrich hat der linke Presseflügel ein Pärchen bekommen, dass die journalistische Landschaft bereichert. Den Niedergang dessen, was Presse sein sollte weiter gen Süden beschleunigen wird. Zusätzlich Werbung kosten wird. Die ohnehin schon traumatische Lage vieler Verlage und Zeitungen in Punkto Wirtschaftlichkeit verschlechtern wird.
Die DDR war nicht in allem schlecht. Allein ihr Recycling-System war wohl besser als das, was durch den Grünen Punkt kam. Ihre Schulen waren in der reinen Grundlagenvermittlung und den heute als MINT-Fächern bezeichneten Kursen wesentlich besser aufgestellt. Die Kita-Förderung vorbildlich.
Aber ideologisch, als stalinistisches Unrechtssystem, eine Tyrannei des Bürgers. Jede Art von Freiheit verhöhnend. Selbst das sozialistische Ideal mit Füssen tretend und so weit von der kommunistischen Vollkommenheit entfernt, wie schon vorher eine andere Art sozialistischen Unrechtssystems: der NSDAP.
Diese Diktatur hat Zigtausende in sibirische Gulags verbannt. Mitunter die Genossen, die schon unter der NS-Herrschaft zwölf Jahre in KZs eingesessen hatten. Sperrte Menschen ohne Prozess für Jahrzehnte in Bautzen weg. Ermordete sie nach sog. Geheimprozessen.
Es war ein Fehler diese Täter ungestraft davonkommen zu lassen. Uns an den Einigungsvertrag zu halten. Was wir für diese SED-Bande gebraucht hätten, wäre ein zweites Nürnberger Tribunal gewesen. Mindestens aber eine Art Ethikkommission wie unter Nelson Mandela in Südafrika.
Wo dann ein IM Peter Bernstein als Holger Friedrich seinen Opfern in die Augen hätten schauen müssen. Nachdem er seine ach so gut gemeinten Stasi-Berichte laut hätte vorlesen müssen.
Hätten dann DDR-Täter heute wirklich so ein verlogenes, die Freiheit und die Entwicklung der gesamtdeutschen Republik besudelndes Traktat geschrieben? Es gut gefunden? Sehr wahrscheinlich nicht.

„Ja Genossen. Für wen tun wir das den alles? – Für Euch! – Lacht nicht. Ich lieb Euch doch alle… Ja. Wirklich…“
(Erich Mielke in voller Stasi-Uniform vor der letzten lauthals lachenden Volkskammer der DDR)

Kurzzusammenfassung

Die Stasi und die aufgeklärte Geschichte ihrer ehemaligen Agenten, wirft ein Licht auf den Skandal-Verleger Holger Friedrich.
Man will es nicht glauben, wenn man die Äusserungen des Verlegers liest.

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