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Pilze satt

Ein jeden Herbst ist Pilzsaison

Pilze sind nahrhaft, sind schmackhaft. Und sie wachsen im Wald.
Nahrung für jedermann, der sich in den verschiedenen Arten auskennt. Niemals sollte man Pilze sammeln, die man nicht kennt oder einschätzen kann. Das gilt auch für das Bestimmen mit einer App. Die App gibt nicht die Sicherheit, den Pilz richtig zu erkennen. Das kann buchstäblich im Tod enden. Wer sich unsicher ist, was dort im Waldboden neben den Baumstümpfen so wächst, sollte es stehenlassen. Es gibt jedes Jahr eine Unzahl an Pilzvergiftungen, die z.B. durch das Verwechseln des Knollenblätterpilzes und des Champignons oder des Maronenröhrlings mit dem gefährlichen Pantherpilz.

Bei dem leisesten Verdacht auf eine Pilzvergiftung sollte man niemals mit Hausmitteln agieren, diese würden die Situation noch verschlimmern, sondern sofort eine Klinik aufsuchen. Pilzvergiftungen sind eine ernste Angelegenheit, die schnell zum Tod führen kann.
Zudem sind Pilzmahlzeiten nichts für schwache Mägen. Sie sind fett, unheimlich schwer verdaulich und sehr sättigend.

Auch sind die Pilze noch durch die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl nach 30 Jahren übermässig mit Cäsium 130 belastet. 250 gr. von den Speisepilzen aus dem Wald werden pro erwachsener Person pro Woche empfohlen, mehr sollte nicht sein.

Pilze sollte man nicht aus dem Mycel (Wurzelgeflecht des Pilzes im Waldboden) reissen, sondern abschneiden und in einen Korb, nicht in eine Plastiktüte (!), legen.

Nun ist es nicht so, dass man dem Nachbarn noch Pilze mitbringen kann und dem Bekannten zwei Straßen weiter an der Ecke auch noch ein selbstgepflücktes Kilo verkaufen kann. Das wäre gewerblich und streng verboten. Es kommt hierbei häufig zur Zahlung von Bußgeldern, wenn man im Wald mit einer Menge über einem Kilo erwischt wird. Es soll eben halt für alle etwas da sein und nicht nur für einige.

Sonst bleibt zu sagen: Guten Appetit!

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